Hands-On für die Wildkatze – Knotengitterzäune abbauen in Lehna
10 - 13 Uhr, Start gegen 8:00 Uhr in Erfurt, Rückkehr gegen 16 Uhr
Im Oktober wollen wir gleich zwei Arbeitseinsätze mit euch durchführen. Nachdem wir am 10. Oktober in der Nähe von Nordhausen waren, geht es dieses Mal in die Nähe ins Eichsfeld – genauer gesagt in den Forst bei Lehna (Schirmberg).
Hier wollen wir gemeinsam mit euch Knotengitterzäune abbauen. Diese werden zum Schutz junger Bäume verwendet, damit sie nicht von Rehen, Hirschen oder Hasen gefressen werden. Sinken diese Zäune jedoch um oder gehen kaputt, verbleiben sie oft als tödliche Falle für die Wildkatze dennoch im Wald. Wir wollen gemeinsam mit euch 1000 Meter dieses Zauns abbauen und aus dem Wald entfernen.

Warum ist das wichtig?
Die Europäische Wildkatze braucht naturnahe, vielfältige Wälder: Rückzugsorte, in denen sie sich verstecken, Mäuse jagen und ihre Jungen sicher aufziehen kann. Doch geeignete Lebensräume sind in vielen Regionen Deutschlands selten geworden.
Genau hier setzt das Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ an. Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt werden Lebensräume für die Wildkatze erhalten und verbessert. Der BUND Thüringen engagiert sich dabei gemeinsam mit weiteren BUND-Landesverbänden, Partner*innen und Freiwilligen für eine wildkatzengerechte Gestaltung von Wäldern, Waldrändern und angrenzendem Grünland.
Auch unser gemeinsamer Arbeitseinsatz leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Durch den Abbau alter Knotengitterzäune werden Gefahrenstellen im Wald beseitigt. Denn Wildkatzen und andere Wildtiere können sich in den zurückbleibenden Drähten verfangen und schwer verletzen.
Davon profitiert nicht nur die Wildkatze. Naturnahe und strukturreiche Wälder sind wertvolle Lebensräume für viele weitere Arten – etwa für den Feuersalamander oder die Bechsteinfledermaus – und zugleich wichtige Bausteine für artenreiche und klimarobuste Wälder.
Im Überblick
- Was? Abbau eines Knotengitterzauns im Forst bei Lehna
- Wann? 14.10.2026 | 8:00 in Erfurt (gemeinsame Anreise mit dem Zug oder Auto), Vor Ort von 10:00 bis 13:00 Uhr
- Wo? Lehna (Schmierberg)
- Zielgruppe? Aktive der BUNDjugend Thüringen und weitere Interessierte unter 30 Jahren
- Verpflegung? Für euer Wohl ist gesorgt. Wir bringen vegetarisch/vegane Verpflegung mit und auch Getränke. Teilt uns mögliche Unverträglichkeiten bitte über das Formular mit.
- Anmeldung? Bitte meldet euch über das Formular oder ggf. per E-Mail (ten.dnub@negnireuht.dnegujdnub) bei uns an und wir telefonieren im Vorhinein nochmal, um wichtige Fragen abzuklären. Erreichen könnt ihr uns bei Fragen vorab unter: +49 361 555 03 44.
- Kosten? Kostenlos (Solltet ihr kein Deutschlandticket oder kein (Thoska-)Semesterticket für den ÖPNV besitzen, übernehmen wir die Reisekosten)
- Mitbringen? Bitte bringt wetterfeste Kleidung und alles, was ihr sonst vor Ort benötigt, mit.
Zur Veranstaltungs-reihe
„Aktiv in der Natur – Hands-On mit der BUNDjugend Thüringen“
Raus aus dem Alltag, rein in die Praxis:
Bei Aktiv in der Natur packen junge Menschen gemeinsam an – draußen, sinnvoll, mit oder ohne Vorkenntnisse. Alle zwei Monate geht es zu Arbeitseinsätzen in Thüringen: Krötenzäune bauen, Streuobstwiesen pflegen, Bäume pflanzen, invasive Arten entfernen oder Naturgärten in Schuss bringen.
Wir arbeiten zusammen mit erfahrenen Ehrenamtlichen aus den BUND-Ortsgruppen. Sie kennen ihre Region, die Landschaft und die Arten – und geben ihr Wissen direkt an uns weiter. Lernen passiert hier nicht im Seminarraum, sondern mitten in der Natur und im gemeinsam. Wenn ihr mehr zu einem Thema oder Ort wisst, könnt ihr euch natürlich auch gerne als Expert*innen einbringen.
Dabei geht es nicht nur um Naturschutz, sondern auch um Austausch, gegenseitige Unterstützung und neue Perspektiven. Wir reisen möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln an, manchmal auch mit dem Auto – pragmatisch und realistisch.
Aktiv in der Natur richtet sich an junge Menschen unter 27 Jahren. Vorerfahrungen brauchst du keine. Die Motivation ist alles.
Mitmachen. Dazulernen. Freude am Naturschützen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch die Michael- und Irmgard Abs Stiftung.